Update…

Gestern haben wir etwas gemacht, was wir sonst eigentlich nie machen – spazieren gehen. Aber jetzt ist sowieso vieles anders als sonst.

Alle unsere Veranstaltungen sind bis einschließlich Karfreitag abgesagt. Auch Gottesdienste. Ich hab festgestellt, dass viele Kirchengemeinden es auch so handhaben wie wir. Zum Glück – nichts ist schlimmer als schwammige Uneinigkeit. Manche Menschen sind erstaunt, dass auch keine Gottesdienste stattfinden. Deuten es vielleicht als ein Zeichen für einen Mangel an Gottvertrauen. Darum geht’s aber nicht. Gott stört es nicht, ob wir uns zum Gottesdienst in der Kirche treffen, vorm Fernseher sitzen oder einen Livestream schauen. Oder nur die Glocken hören und ein kurzes Gebet sprechen. Aber für uns macht es einen Unterschied – nämlich, ob wir dazu beitragen, die Geschwindigkeit, mit der Corona sich ausbreitet, etwas zu bremsen. Und schaue ich mir meine Gemeinde an, dann sind da viele hochbetagte und Menschen mit Vorerkrankungen. Menschen, die geschützt werden müssen. Daher #safetyfirst – keine physischen Kontakte, wenn nicht unbedingt notwendig. Das wird komisch. Für uns alle. Ich werde viel übers Telefon und Internet arbeiten. Vielleicht Projekte entwickeln, für die ich sonst nie Zeit hab. Mal mein Büro aufräumen. Meine Kinder beschäftigen – Schule und Kita sind zu. Viel Zeit mit Elmar haben, der als freiberuflicher Musiker nun erstmal sehr wenig zu tun hat.
Vielleicht gehen wir in den nächsten Wochen öfter spazieren. Diese Passionszeit ist schon sehr speziell…

Ich bin sicher, dass es euch auch so geht. Es ist eine Umstellung. Besonders sind meine Gedanken bei den Menschen in den Pflegeheimen. Zur Zeit dürfen wir sie nicht besuchen. Nicht mit ihnen über ihre Ängste und Sorgen sprechen. Das ist sinnvoll – denn wir wollen sie nicht in Gefahr bringen. Vielleicht mag der eine oder andere von euch einen Brief an die Bewohner*innen unser Heime in Dömitz und Neu Kaliß schreiben – sendet sie mir gern, per Mail, per Post – ich leite sie dann weiter.

Und vor allem – wir können uns jetzt zwar nicht sehen, aber dennoch sind wir untereinander verbunden. Im Gebet, im Glauben, in der Gemeinschaft, die wir in Christus haben. Das kann uns tragen – auch durch diese Zeit hindurch.

Gott segne euch!

Passt auf euch auf und bleibt gesund.

Herzlichst grüßt euch eure Pastorin Inga Millon

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