Gottesdienst?!

In der Regel assoziieren wir mit Gottesdienst das, was sonntags von 10.00 – 11.00 Uhr in unseren Kirchen passiert. Das ist in der Tat Gottesdienst. Aber nicht nur. Gottesdienst ist mehr als das. Muss mehr sein. Wäre Gottesdienst beschränkt auf das, was in einer Stunde in der Woche passiert, käme mir das ziemlich halbherzig und unehrlich vor.

Es ist Gottesdienst, wo wir aufeinander aufpassen. Uns für etwas schönes bedanken. Jemanden aufmuntern. Jemandem vergeben. Einen Choral singen. Uns Gedanken über einen Bibelvers machen. Jemandem eine Freude machen. Jemanden segnen. Ein Vaterunser beten.

Das, was sonst von 10.00 – 11.00 Uhr sonntags in der Kirche passiert, dient dazu, uns zu all dem, was ich aufgezählt habe, zu ermutigen. Uns zu stärken – und zu erleben, nicht alleine zu sein. Das ist sehr wichtig.

Dennoch hat hat der Kirchengemeinderat Dömitz-Neu Kaliss entschieden, in den nächsten Wochen bis Pfingsten erst einmal nicht in die Kirchen zum analogen Gottesdienst einzuladen. Aus Vorsicht, aus Verantwortung heraus und weil wir denken, dass Gottesdienst manchmal auch Verzicht bedeutet. Und Verzicht ist es hier wirklich – unsere Gottesdienste sind gut besucht. Und gerade deswegen werden wir erst einmal verzichten. Denn wir müssten die Teilnehmer*innen begrenzen – und das könnte bedeuten, jemanden wegschicken zu müssen. Also verzichten wir ersteinmal. Aus Nächstenliebe, aus Dienst am Nächsten, Dienst an Gott.

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