ABGESAGT WEGEN ZU HOHER INZIDENZZAHLEN- 25h Kreuzwegmeditation

Corona und der damit verbundene Lockdown ist für viele von uns eine Quälerei. Quälerei, franz. vexations ist auch der Name des Stückes von Eric Satie, welches in unserer 25-stündigen Kreuzwegmeditation 840x gespielt wird.

Indem wir von Karsamstag ab 5.00 Uhr bis Ostersonntag zur Beginn der Frühmesse um 6.00 Uhr das Stück erklingen lassen, wollen wir die Grabesstille in diesem Jahr einmal anders nachempfinden. Zusätzlich zur Musik bauen wir einen Kreuzweg aus Bildern und Texten in unserer Kirche auf und laden zu einer Kreuzwegmeditation der anderen Art ein.

Die Idee hatte Kantorin Dorothea Uibel (Dömitz)  – sie hat ein Team aus Klavierspieler*innen und Helfer*innen organsiert – denn natürlich soll niemand alleine 25h am Stück Klavier spielen und natürlich brauchen wir Helfer*innen, die auf die Einhaltung der Hygieneregeln achten. Zudem muss mitgezählt werden, ob wir wirklich auf 840 Wiederholungen kommen. Die Zahl 840 stammt übrigens von dem Komponisten Eric Satie selber – wie er auf diese Zahl kam und was er eigentlich damit bezwecken wollte, ist leider nicht überliefert. Vielleicht war es auch ein Scherz? Er gab lediglich folgenden Hinweis dazu: „Um dieses Motiv achthundertvierzigmal zu spielen, wird es gut sein, sich darauf vorzubereiten, und zwar in größter Stille, mit ernster Regungslosigkeit.“ Wir werden sehen, ob uns das gelingt. Wir finden jedenfalls, es passt mit seiner Atonalität und seinen Wiederholungen gut in diese Zeit und besonders in die Zeit zwischen Grablegung und  Auferstehung Jesu am Ostermorgen.

Wer mag, kann in dem Zeitfenster zwischen 3.4., 5.00 Uhr und 4.4., 6.00 Uhr in die Johanneskirche Dömitz kommen und die Musik, sowie die Bilder und Texte des Kreuzwegs auf sich wirken lassen. Zutritt ist nur mit Maske gestattet und wir bitten darum, den Mindestabstand von 1,5m einzuhalten.